Zwischen Oben und Unten: Grenzöffnungsgedanken

Vor langer Zeit- und nicht auf Erd’n,
Benötigt’ die Himmelspforte erneuert zu werd ‘n.
Nicht nur, dass sie vom Rost erklommen,
Und der Engelsversuch vergebens mit dem goldenen Nachstreichen nachzukommen,
Nein, der Himmelspforte drohte noch ein ganz anderes Massaker:

Eine Masse von Sündigern drängte sich vor ihr,
Wollte durch die Himmelstür,
‘s war nur noch eine Frage der Zeit,
Bis jene Grenzöffnung würde nicht mehr halt’n gescheit,
Das Gewicht der Sündiger war schwer,
Das Tor das jüngste auch nicht mehr,
Die Seiten waren ja sehr rostig,
Und Petrus, der Himmelstorwächter , war auch schon ganz frostig.

Nichts, das von ihm mehr gefürchtet,
Als eine Masse, die sich in den Himmel flüchtet,
Ohne Buß und ohne Reu,
Und vor allem ohne Scheu.

Würde dies also passieren,
Müsste Petrus kriechen auf allen Vieren,
Darum beten, dass er seinen Job behalte,
Und ihn der Boss nicht einige Ränge tiefer schalte,
Wäre er dann nur noch einer dieser helfenden Engel,
So ein kleiner Putzebengel.

Eine Lösung zu finden überlegte er,
Das konnte doch nicht sein so schwer,
Er dachte, woher bekäme er,
Nach der Schöpfung,
Eine neue Grenzöffnung.

So ging er zu einem alten Bekannten,
Ja, zum Glück keinem nahen Verwandten,
Ein paar hundert Etagen tiefer,
Wohnte Luzifer, dieser Miefer.

Der Luzifer schon von weitem roch nach Schutt und Asche,
Und je näher Petrus dessen Reich,
Desto wärmer wurde die Erde,
Wahrscheinlich bestand diese dort aus heißer Kohle-
So verbrannte sich Petrus jedenfalls eine Fußsohle.


Luzifers Grenzöffnung war groß und rot,
Hatte einen brennenden Schot,
Aus diesem brannte es coloriert,
Je nach dem, wer grad durch das Tor marschiert.

Vor Luzifers Grenzöffnung war kein Andrang,
Petrus dachte “Gott sei Dank” ,
Konnte er so ganz schnell mal an der Türklinke schellen,
Sogleich hörte er den Höllenhund bellen,
Kurz darauf war Luzifer da,
Und als er den Petrus sah,
Fragte er, was dieser wolle,
Petrus antwortete, dass dieser ihm mal erklären solle,
Wieso keine Leut’ vor Luzifers Grenzöffnung stand’n,
Und sich dessen Grenzöffnung in so ‘nem guten Zustand befand.

Luzifer sagte, was den Andrang betreffe,
So könnte man die Pforten tauschen,
So könnte man die Menschen täuschen,
Die würd ‘n eh immer nur das Äußere wahr nehmen,
Den Geruch würden sie schon nicht vernehmen.

Da hätte Luzifer ein paar neue Kunden,
Und Petrus hätt’ sich nicht mehr um die Masse geschunden,
Doch Petrus, dieser gute Mann,
Fand keinen Gefallen daran,
Er dacht’ sich, was wär’ mit den guten Leut,
Die sollten nicht betrog’ n werden,
Denn das hab’n die guten Leut auch nie getan-
Auf Erd’n.

So ging der Petrus wieder zurück,
Überlegte dann noch ein kleines Stück.

Eine Lösung zu finden überlegte er,
Das konnte doch nicht sein so schwer,
Er dachte, woher bekäme er,
Nach der Schöpfung,
Eine neue Grenzöffnung.

Er schaute sich die Erde an,
Ihre Grenzöffnungen von Jahrtausenden,
Den Limes fand er nicht so gut,
Seine Grenzöffnungen brachten ihm nicht viel Mut,
Die Mauern der Menschenwesen inspizierte er,
Fand dort jedoch keine einz’ge Tür,
Wo also sollte man da hindurch?

Nein, eine Mauer pässte nicht hierher,
Sie wäre ja auch viel zu schwer,
D’raus werden würde kein Gesuch,
Sondern nur ein Wolkenbruch.

Er dachte an die Falltüren,
Die Schlösser von Rittern küren,
So leicht käme da nicht hindurch ein Schurk,
Doch es fehlte ihm die Ritterburg.

Noch eine Art von Grenzöffnungen bespitzelte er,
Das war der Erden Zoll,
Vielleicht wäre das ‘ne Idee,
Doch nach dem Vorbild des erdlichen Zoll,
Das fand er nicht so toll,
So wär es für ihn ein Vertrauensbetrug,
Der sich so mit einer Art Zolluntersuchung zutrug.

Schließlich ließ er alle rein,
Ganz egal wie gemein sie sei’n,
Er fand heraus, dass die Richt’gen zu bestimmen,
Nicht sein Recht war,
Dies stellte die Aufgabe des Bosses dar.

So ließ er das Tor gleich offen,
Denn endlich hatte er es auf den Punkt getroffen,
Ab da an musste diese Grenzöffnung,
Uns’re liebe Himmelspforte,
Keine Qualen erleiden-
Und weiterer Schaden an ihr ließ sich so auch vermeiden.

Selbstzufrieden und bescheiden,
Braucht nun Petrus nicht mehr leiden,
Kann seine Füß’ gen Himmel leg’n,
Diesem Erzähler seinen ganzen Segen geb’n,
Schließlich hat er ja selbst erkannt,
Was dieser Erzähler hier gleich hat werden genannt,
Doch zuerst hören wir auf mit diesen Reimen,
Hier wird gleich ‘ne Rede keimen:










“Menschen wollen immer ans andere Ufer, das wissen wir alle. Und sie wollen immer ans bessere, vollkommenere Ufer, selbstverständlich. Doch was bleibt den Menschen, wenn grad’ mal kein rettendes Ufer in Sicht ist?
Ihnen bleibt die Hoffnung auf eine Brücke zu jener anderen Uferseite. Und diese Brücke sind Grenzöffnungen. Sie sind dazu da, Menschen über Hindernisse hinweg zu führen, einen Ausweg zu finden, wenn man denkt eingegrenzt zu sein, sie sind dazu da, dabei zu helfen, Grenzen zu überwinden. Es gibt viele Grenzöffnungen in unserem Leben, auch wenn sie oftmals auf den ersten Blick nicht aufzufallen scheinen. Unsere liebe, güldene Himmelspforte ist eine Grenzöffnung. Sie steht offen und sie muss offen stehen, denn sonst schadet sie sich nur selbst. “

Nun mit dem Erzählen dieser Geschicht’ tat ich Petrus ‘nen Gefallen,
Und ich hoffe Ihnen hat’s auch gefallen!

© 2009 by Annamarie, Fronius

Zwischen Oben und Unten: Grenzöffnungsgedanken - Lesermeinungen

Folgende Kommentare haben die Leser für diesen Text von Annamarie, Fronius hinterlassen.

orimderblaue Idee   Rechtschreibung   Grammatik   Umsetzung   Aufbau    

Hallo Annemarie,

leider habe ich zu lange mit den Bewertungen gewartet, daher schicke ich sie heute ohne Kommentare ein. Ausführliche Kritiken folgen noch.

Ich bedanke mich auf jeden Fall bei allen Beteiligten. Es brachte mir einige, angenehme Abende ein, bereichert durch interessanten Lesestoff.

Freundlicher Gruß,
Christian

Geschrieben am 13.12.2009 um 23:19 Uhr

Olivia Idee   Rechtschreibung   Grammatik   Umsetzung   Aufbau    

Die Idee an sich wäre sicher gut gewesen, aber die Umsetzung gefällt mir nicht allzu gut. Dabei hat mich der Titel wirklich neugierig gemacht. Was besonders auffällig ist, ist, dass die Verse und die Zeilen nicht miteinander harmonieren, es schien dir eher darum zu gehen, möglichst Reime zu finden.

Geschrieben am 01.11.2009 um 20:01 Uhr

Lara Idee   Rechtschreibung   Grammatik   Umsetzung   Aufbau    

Ich kann Janis nur zustimmen. Das ist ja grausam, ich hab manche Textpassagen übersprungen, weil es sich einfach so schlecht lesen lässt.
Wo bleibt das Gespür für den Lesefluss? Es soll doch Spaß machen, locken, dein Gedicht!
Außerdem ist es viel zu lang. Gedichte sollen Denkanregung sein, schön zu lesen und auf das Wichtigste minimiert.
Das hast du nicht geschafft.
Die Idee ist einfach genial, witzig, ironisch, manchmal auch sarkastisch... aber mach doch einfach eine Geschichte daraus.
So verliert man den Überblick über Inhalt und Aufbau, einfach eine Masse an Worten.
Und wenn du schon kein Reimschema hast, wieso kürzt du dann Wörter ab?
"Vor langer Zeit- und nicht auf Erd?n,
Benötigt? die Himmelspforte erneuert zu werd ?n."
Das fehlende E in beiden Versen macht doch garkeinen Sinn, das verwirrt nur!

Geschrieben am 01.11.2009 um 14:25 Uhr

janis Idee   Rechtschreibung   Grammatik   Umsetzung   Aufbau    

Reim dich oder ich fress dich!
Reim dich oder ich fress dich!
Reim dich oder ich fress dich!


AHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Grauenhaft! Sorry, aber überall wirklich in jedem zweiten vers, vergewaltigst du den armen satzbau oder schiebst irgednwelche unsinnigen Wörter ein damit der reim passt. :(
Reimen ist nicht gleich Dichten!!!
reimen ist nur ein Stilmittel von vielen, die anderen vernachlässigst du schändlichst!!!
Dabei war die Idee so wunderbar toll, ich mein sie ist so wunderbar toll!!!
Wirklich ich find die Geschichte lustig und belehrend zugleich, was ein optimales Verhältniss ist.
Der Redeneinschub war geradezu genial. Und bei deiner humorvollen darstellung des Petrus konnt man sich den glatt mit Pantoffeln an den Füßen im Sessel vorstellen :D
Deine Idee ist hervorragend und du bringst es sarkastisch, kritisch-humorvoll rüber. Genial! =)
Aber dein Satzbau und dein erzwungenes Reimschema ist sowas von greußlcih, schade um die schöne Geschichte. :(
Sorry is aber so :(
Dass hättest du viel besser machen können glaub ich ;)


Geschrieben am 31.10.2009 um 22:16 Uhr

Mittwoch Idee   Rechtschreibung   Grammatik   Umsetzung   Aufbau    

Hallo, Annamarie!

Eine interessante Idee hast du da, einige Verse klangen jedoch etwas holprig. Den letzten Vers fand ich persönlich am besten, der Humor kam da am stärksten zutage.

Reime und Rhythmus ist nicht so dein Ding, oder? Den Teil mit der Rede fand ich jedoch ich sehr gelungen.

Viel Glück beim Wettbewerb!

Geschrieben am 12.10.2009 um 17:37 Uhr

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Teilnehmerdaten

Name

Annamarie, Fronius (16)

Wettbewerbsjahr

2009

Platzierung

Die Leser wählten diesen Beitrag auf den Platz 40.

Kurzbiografie

Hey! Mein Name ist Annamarie und ich bin 16 Jahre alt.Komme aus dem schönen Unterfranken, wo ich ein Gymnasium besuche. Ein von mir einst erdachter Spruch: " Es gibt nichts schöneres, als das Klicken der Tasten unter meinen Fingern zu hören, denn es ist das Rauschen des ewigen Flusses der Buchstaben!! "
Am liebsten schreibe ich Fantasy, dort habe ich auch ein "Projekt" (also Buch) am Start, dann jedoch auch gerne mit einer Prise Philospohie. . Kurzgeschichten enden bei mir oftmals in Dramen.
Und Gedicht mag ich am liebsten in Form von Satire, so wie mein Text, den ich euch einsende und den man durchaus auch auf andere Dinge kann (Anlass, diesen Text zu schreiben war der 20-jährige Mauerfall)!! Also: Das Gedicht ist (auch) metaphorisch gemeint!

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